Mühlner MotorsportMühlner Motorsport
DE/EN/FR

28.08.2026

44 Hours of Racing

Mühlner Motorsport vor außergewöhnlichem September-Marathon

Francorchamps – 44 Rennstunden, drei Rennwochenenden, zwei legendäre Rennstrecken und zwei Meisterschaftsentscheidungen im Visier: Mühlner Motorsport steht vor einem der intensivsten Abschnitte der Saison 2026. Der Michelin 992 Endurance Cup in Spa-Francorchamps, das NLS-Doubleheader auf der Nürburgring-Nordschleife und die Michelin 24H Barcelona ergeben zusammen 44 Stunden reiner Renndistanz.

12 + 4 + 4 + 24 = 44 Stunden Motorsport.

Innerhalb von nur gut zwei Wochen wechselt Mühlner Motorsport vom Heimrennen in den belgischen Ardennen auf die Nürburgring-Nordschleife und anschließend zum europäischen Saisonfinale der 24H Series nach Barcelona.

Dabei geht es um weit mehr als nur um drei weitere Rennwochenenden. Spa ist Prestige und Heimspiel, die beiden NLS-Läufe sind von zentraler Bedeutung für die Porsche Endurance Trophy Nürburgring und in Barcelona besitzt Mühlner Motorsport noch eine rechnerisch klare Chance auf den Titel in der 992-Klasse der Michelin 24H Series.

Auftakt vor der eigenen Haustür: 12 Stunden Spa

Den Beginn macht am 5. September der Michelin 992 Endurance Cup in Spa-Francorchamps. Das besondere Konzept kennt keine GT3, GT4 oder Tourenwagen: Zugelassen sind ausschließlich Porsche 911 GT3 Cup der Generation 992 I. Zwölf Stunden lang entscheidet deshalb nicht unterschiedliche Fahrzeugtechnik, sondern die Qualität von Fahrerbesetzung, Setup, Strategie, Boxenstopps und Fehlervermeidung.

Der Start erfolgt am Samstag um 09:45 Uhr, die Zielflagge fällt um 21:45 Uhr. Am Freitag stehen drei Qualifying-Sessions sowie anschließend das Top-10-Shoot-Out auf dem Programm.

Für Mühlner Motorsport könnte die Strecke kaum näher liegen. Der europäische Teamsitz in Ster befindet sich nur wenige Minuten vom Circuit de Spa-Francorchamps entfernt. Das Zwölf-Stunden-Rennen ist damit im wahrsten Sinne des Wortes ein Heimspiel.

Mühlner Motorsport hat mindestens zwei Porsche 911 GT3 Cup für die Veranstaltung vorgesehen; im Juli war teamseitig sogar noch ein möglicher dritter Einsatz im Gespräch. Eine endgültige öffentliche 2026er Nennliste mit sämtlichen Mühlner-Fahrerbesetzungen war zum Recherchezeitpunkt am 28. August auf der offiziellen Veranstaltungsseite noch nicht veröffentlicht; CREVENTIC meldete am 21. August weiterhin offene Einschreibungen.

Damit ist eines schon vor dem Start sicher: Für die Crew wird Spa keine gewöhnliche Veranstaltung. In einem Markenpokalrennen über zwölf Stunden gibt es keine technischen Performance-Unterschiede, hinter denen man sich verstecken kann. Jede Zehntelsekunde, jeder Boxenstopp und jede strategische Entscheidung wird unmittelbar sichtbar.

Eine Woche später: NLS-Doubleheader auf der Nordschleife

Kaum ist das Material aus Spa zurück, wartet bereits die nächste Herausforderung.

Am 12. und 13. September trägt die Nürburgring Langstrecken-Serie ihr Doubleheader aus. Das 65. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen am Samstag und der 66. ADAC ACAS Cup am Sonntag bringen jeweils vier Stunden Renndistanz – zusammen weitere acht Rennstunden innerhalb eines einzigen Wochenendes.

Für Mühlner Motorsport besitzen diese Rennen besondere Bedeutung. Mit der #904 kämpft das Team in Cup 2 der Porsche Endurance Trophy Nürburgring um die Meisterschaft. Nach Klassensieg bei NLS6 und dem hart erkämpften vierten Platz beim Sechs-Stunden-Rennen ist die Ausgangslage eng – und im Doubleheader können innerhalb von 24 Stunden gleich zweimal entscheidende Punkte gewonnen oder verloren werden.

Die Herausforderung ist außergewöhnlich: Nach vier Rennstunden am Samstag folgt nicht die übliche Analysephase bis zum nächsten Lauf. Fahrzeuge müssen unmittelbar kontrolliert, gewartet und für Sonntag neu vorbereitet werden. Für Mechaniker, Ingenieure und Fahrer ist das Doubleheader deshalb ebenso eine Ausdauerprüfung wie für die Porsche selbst.

Finale in Spanien: 24 Stunden für die Meisterschaft

Nur eine weitere Woche später folgt der größte Einzelblock der „44 Hours of Racing“.

Vom 18. bis 20. September steigt auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya das Michelin 24H Barcelona. Rennstart ist am Samstag, 19. September, um 12:00 Uhr; exakt 24 Stunden später fällt am Sonntag die Zielflagge.

Und für Mühlner Motorsport geht es um alles.

Nach Siegen in Mugello und Spa sowie Platz zwei in Paul Ricard führte die #921 lange die 992-Meisterschaft an. Der Ausfall beim 12H Nürburgring drehte die Situation jedoch: Vor Barcelona führt Red Camel-Jordans.nl die Tabelle mit 140 Punkten an, Mühlner Motorsport folgt mit 116 Punkten. Der Abstand beträgt damit 24 Zähler.

Weil beim 24-Stunden-Finale bis zu 60 Punkte vergeben werden, ist die Meisterschaft weiterhin offen.

Das Ziel ist damit eindeutig: Angriff.

Bei einem 24-Stunden-Rennen lässt sich ein Rückstand von 24 Meisterschaftspunkten nicht mit Rechenspielen kontrollieren. Zunächst müssen Fahrzeug, Fahrer und Crew die Nacht überstehen, Fehler vermeiden und sich für die entscheidenden Stunden am Sonntag in Position bringen. Erst dann wird die Tabelle relevant.

44 Stunden – ein Programm wie gemacht für Mühlner Motorsport

Zwölf Stunden Spa. Acht Stunden Nordschleife. Vierundzwanzig Stunden Barcelona.

Dazwischen liegen Transport, Revisionen, Fahrzeugvorbereitungen, Setup-Arbeit und zahllose Arbeitsstunden, die in keiner offiziellen Ergebnisliste auftauchen.

Genau darin liegt die besondere Herausforderung dieses Septembers – und genau darin liegt seit Jahrzehnten eine Kernkompetenz von Mühlner Motorsport.

Das Team aus Francorchamps ist im Sprint schnell. Seine DNA aber ist Langstrecke.

Im September 2026 warten 44 Hours of Racing.

Spa. Nürburgring. Barcelona.Drei Wochenenden. 44 Rennstunden. Ein Team. Volle Attacke.

Medien

Bildergalerie

9 Bilder

Alle Bilder als ZIP herunterladen ↓
Porsche 992 GT3 R
Nürburgring 2026
Nürburgring NLS 6 - 2026
Paul Ricard 2026
Paul Ricard 2026