Spa-Francorchamps – Kampfgeist bis zum letzten Kilometer: Mühlner Motorsport zeigt bei den CrowdStrike 24 Hours of Spa eine eindrucksvolle Aufholjagd mit dem Porsche 911 GT3 R #123. Nach einem unverschuldeten Zwischenfall bereits in der ersten Runde kämpft sich das Team bis auf Gesamtrang 35 zurück, ehe ein schwerer Einschlag in Eau Rouge den Einsatz vorzeitig beendet.
Das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps besitzt für Mühlner Motorsport einen ganz besonderen Stellenwert. Nur wenige Kilometer vom Firmensitz in Ster entfernt liegt eine der berühmtesten Rennstrecken der Welt – und 2026 kehrte das Team nach 15 Jahren Pause mit einem GT3-Fahrzeug in den großen Ardennen-Klassiker zurück.
Der Porsche 911 GT3 R (992) Evo mit der Startnummer #123 trat in der Bronze-Cup-Wertung an. Tobias Müller, Bayley Hall, Armand Fumal und Andres Latorre bildeten die Fahrerbesetzung für eines der größten und qualitativ stärksten GT3-Starterfelder des Jahres.
Doch bereits in der ersten Runde wurde aus dem geplanten Angriff auf ein starkes Klassenergebnis eine Aufholjagd. Die #123 wurde ohne eigenes Verschulden beschädigt. Heckpartie, Diffusor und Teile des hinteren Unterbodens mussten in der Box ersetzt werden. Der lange Reparaturstopp warf Mühlner Motorsport bis ans Ende des Feldes zurück.
Aufgeben war dennoch keine Option.
Nach der Reparatur begann für Fahrer und Mannschaft ein Rennen gegen die Uhr. Trotz des massiven Zeitverlustes arbeitete sich der Porsche Runde um Runde wieder nach vorne. Im dichten GT3-Verkehr machte die #123 zahlreiche Positionen gut und erreichte im Verlauf des Rennens zwischenzeitlich Gesamtrang 35.
Die Aufholjagd zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial in Fahrzeug, Fahrerbesetzung und Mannschaft steckte. Vor allem die Tatsache, dass die #123 nach umfangreichen Reparaturen wieder konkurrenzfähige Rundenzeiten fahren konnte, bestätigte die Qualität der Arbeit der Mühlner-Mechaniker.
Doch Spa schrieb an diesem Wochenende kein Happy End. Ein heftiger Einschlag in die Reifenstapel im Bereich Eau Rouge bedeutete schließlich das endgültige Aus. Der Porsche wurde in der offiziellen Ergebnisübersicht als Ausfall geführt.
Besonders bitter: Für Mühlner Motorsport war Spa 2026 die 60. Teilnahme an einem 24-Stunden-Rennen. Statt des erhofften Zieleinlaufs blieb die Erinnerung an einen Einsatz, bei dem das Team zweimal vor enorme Herausforderungen gestellt wurde und dennoch niemals aufgab.
Das Resultat erzählt deshalb nur einen Teil der Geschichte. Die andere Hälfte besteht aus einer umfangreichen Reparatur unter Rennbedingungen, einer konsequenten Aufholjagd in einem Feld aus nahezu ausschließlich professionell eingesetzten GT3-Fahrzeugen und der erneuten Bestätigung, dass Mühlner Motorsport auch auf der größten internationalen GT3-Bühne konkurrenzfähig ist.
Spa bleibt das Heimrennen von Mühlner Motorsport. Und nach diesem Wochenende ist eines sicher: Die Geschichte zwischen Mühlner und den 24 Stunden von Spa ist noch nicht zu Ende geschrieben.










