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13.09.2026

Starke #904 hält Mühlner im Titelkampf

schwieriges NLS9 für #123 und #999

Bastian, Bednarski und Scheerbarth trotz schleichendem Reifenschaden auf dem Cup-2-Podium – schwerer Unfall beendet das Rennen der #123 – Fremdteile auf der Strecke stoppen Permit-Duo Quirós/Sieber

Nürburgring, 13. September 2026 – Ein Wochenende mit zwei Gesichtern für Mühlner Motorsport auf der Nürburgring-Nordschleife: Nach drei Zielankünften und einem starken zweiten Platz der #904 bei NLS8 am Samstag folgte beim zweiten Teil des Doubleheaders am Sonntag ein deutlich schwierigerer Rennverlauf.

Während Nico Bastian, Joshua Bednarski und Tim Scheerbarth mit einer starken Mannschaftsleistung und trotz eines schleichenden Reifenschadens den Porsche 911 GT3 Cup #904 auf Platz drei in Cup 2 ins Ziel brachten und damit im Meisterschaftskampf weiter voll dabei sind, endete das Rennen für die beiden anderen Mühlner-Porsche vorzeitig.

Der Porsche 911 GT3 R #123 schied nach einem schweren Unfall mit Martin Rump am Steuer bei schwierigen Witterungsverhältnissen aus. Für den Porsche 718 Cayman GT4 #999 war das Rennen ebenfalls vorzeitig beendet, nachdem Amadeo Quirós im Bereich Posten 86 auf Trümmerteile anderer Fahrzeuge auf der Strecke traf und dabei einen Reifen zerstörte.

Damit zeigte NLS9 einmal mehr, wie schnell sich auf der Nordschleife innerhalb weniger Augenblicke ein komplettes Rennen verändern kann.

#904: Podium trotz schleichendem Reifenschaden

Die sportlich wichtigste Nachricht des Tages lieferte die #904.

Nach Platz zwei am Samstag gingen Nico Bastian, Joshua Bednarski und Tim Scheerbarth mit einem klaren Ziel in den zweiten Lauf des Doubleheaders: Im extrem engen Kampf um die Porsche Endurance Trophy Nürburgring sollten erneut möglichst viele Punkte gesammelt werden.

Das Trio lieferte dabei über das gesamte Wochenende eine hervorragende Performance ab.

Im Rennen am Sonntag musste die Mannschaft allerdings mit einem schleichenden Reifenschaden – einem sogenannten Slow Puncture – umgehen. Auf der Nordschleife ist bereits ein kleiner Druckverlust eine erhebliche Herausforderung: Mehr als 20 Kilometer Streckenlänge, hohe Geschwindigkeiten und große Belastungen auf Reifen und Fahrwerk lassen nur wenig Spielraum.

Bastian, Bednarski und Scheerbarth hielten die #904 dennoch im Rennen und brachten den Porsche nach vier Stunden auf Platz drei in Cup 2 ins Ziel.

Gerade mit Blick auf die Meisterschaft waren das wichtige Punkte.

Nach dem zweiten Platz am Samstag und dem dritten Platz am Sonntag verlässt Mühlner Motorsport den Doubleheader damit weiterhin als einer der zentralen Titelkandidaten. Nach vorläufiger Berechnung liegen die drei führenden Mannschaften vor dem Saisonfinale nur wenige Punkte auseinander.

Der Kampf um die Meisterschaft bleibt damit vollkommen offen.

Drei Fahrer – ein gemeinsames Ziel

Besonders bemerkenswert ist dabei die Zusammenarbeit innerhalb der #904.

Joshua Bednarski und Tim Scheerbarth waren zu Beginn der Saison selbst auf Meisterschaftskurs. Zwei Unfälle warfen ihre eigenen Titelambitionen im weiteren Saisonverlauf jedoch entscheidend zurück.

Stattdessen stellen beide nun ihren Speed und ihre Nordschleifen-Erfahrung vollständig in den Dienst der Mannschaft und unterstützen Nico Bastian im Kampf um die Meisterschaft.

Das zeigte sich auch beim Doubleheader.

Bastian, Bednarski und Scheerbarth arbeiteten als Einheit. Platz zwei am Samstag und Platz drei am Sonntag sind das Resultat einer starken Leistung aller drei Fahrer und der gesamten Crew.

Gerade NLS9 hat dabei gezeigt, dass in einem Meisterschaftskampf nicht immer nur Siege entscheidend sind. Wenn ein Problem auftritt, gilt es, den Schaden zu begrenzen, das Auto ins Ziel zu bringen und jeden verfügbaren Punkt mitzunehmen.

Genau das gelang der #904 trotz des schleichenden Reifenschadens.

Der Titelkampf geht weiter.

#123: Schwerer Unfall beendet den GT3-Einsatz

Für die #123 nahm NLS9 dagegen ein vorzeitiges Ende.

Nach der starken Vorstellung am Samstag mit Gesamtrang zehn wollte Mühlner Motorsport mit Martin Rump, Ben Bünnagel und Noah Nagelsdiek auch im zweiten Rennen des Wochenendes das Potenzial des Porsche 911 GT3 R zeigen.

Doch die Bedingungen auf der Nordschleife entwickelten sich schwierig.

Bei anspruchsvollen Witterungs- und Streckenverhältnissen verunfallte Martin Rump mit dem GT3 R schwer. Der Porsche wurde dabei so stark beschädigt, dass eine Fortsetzung des Rennens nicht möglich war.

Damit endete ein Wochenende vorzeitig, an dem die #123 zuvor erneut gezeigt hatte, dass die Performance vorhanden ist.

Bereits bei NLS8 am Samstag hatte das Ergebnis das tatsächliche Potenzial nur teilweise widergespiegelt. Trotz ungünstig getimter Gelb- und Code-60-Phasen erreichten Rump, Bünnagel und Nagelsdiek mit der #123 einen starken zehnten Gesamtrang.

Am Sonntag blieb der Mannschaft dagegen keine Möglichkeit mehr, diese Performance erneut in ein Ergebnis umzusetzen.

Motorsport auf der Nürburgring-Nordschleife bedeutet jedoch immer auch, die besonderen Bedingungen dieser Strecke zu respektieren. Gerade wechselhaftes Wetter kann innerhalb kürzester Zeit völlig unterschiedliche Gripverhältnisse auf verschiedenen Streckenabschnitten erzeugen.

Der beschädigte GT3 R wird nun von der Mannschaft eingehend untersucht und wieder aufgebaut.

#999: Vom erfolgreichen Permit-Samstag zum unverschuldeten Aus am Sonntag

Auch beim Porsche 718 Cayman GT4 #999 lagen Freude und Enttäuschung an diesem Wochenende eng beieinander.

Am Samstag hatten Amadeo Quirós und Sascha Sieber ihre wichtigste Aufgabe erfolgreich erfüllt.

Mit 22 absolvierten Rennrunden sammelten beide die notwendigen Kilometer und Erfahrungen im Rahmen ihres Permit-Programms. Dabei wurde der Cayman entsprechend den Vorgaben für Permit-B-Fahrer bewusst mit reduzierter Leistung eingesetzt.

Für NLS9 sollte dann der nächste Schritt folgen.

Nach den absolvierten Permit-Runden vom Samstag konnten Quirós und Sieber am Sonntag das Potenzial des Cayman deutlich stärker nutzen. Aus dem kontrollierten Permit-Einsatz sollte nun ein weiterer wichtiger Schritt ihrer Nordschleifen-Entwicklung werden.

Doch auch dieses Rennen nahm ein vorzeitiges Ende.

Mit Amadeo Quirós am Steuer traf die #999 im Bereich Posten 86 auf Teile anderer Fahrzeuge, die nach vorherigen Zwischenfällen auf der Strecke lagen.

Quirós konnte den Fremdteilen nicht vollständig ausweichen. Beim Überfahren wurde ein Reifen des Cayman so stark beschädigt, dass eine sichere Weiterfahrt nicht mehr möglich war.

Damit war das Rennen für die #999 beendet – ohne dass ein eigener Fahrfehler oder technischer Defekt am Cayman die Ursache gewesen wäre.

Das ist besonders bitter, ändert aber nichts an der positiven Bilanz des eigentlichen Permit-Programms: Quirós und Sieber konnten am Samstag 22 wichtige Rennrunden auf der Nordschleife absolvieren und damit den entscheidenden Teil ihrer ursprünglichen Aufgabe erfolgreich erfüllen.

Ein Doubleheader mit wertvollen Punkten und bitteren Momenten

Die Bilanz von NLS8 und NLS9 lässt sich deshalb nicht allein anhand der Ergebnislisten bewerten.

Am Samstag brachte Mühlner Motorsport alle drei Porsche ins Ziel. Die #904 wurde Zweiter in Cup 2, die #123 erreichte die Top Ten des Gesamtklassements und Quirós sowie Sieber absolvierten mit der #999 ihre wichtigen Permit-Runden.

Am Sonntag zeigte sich die andere Seite des Langstreckensports.

Ein schwerer Unfall bei schwierigen Bedingungen stoppte die #123. Fremdteile auf der Strecke beendeten das Rennen der #999. Und selbst die #904 musste mit einem schleichenden Reifenschaden kämpfen.

Doch gerade dort zeigte die Mannschaft ihre Stärke.

Bastian, Bednarski und Scheerbarth brachten den Cup-Porsche trotz des Problems auf das Podium und sammelten genau jene Punkte, die am Ende einer Meisterschaft entscheidend sein können.

Jetzt richtet sich der Blick auf das Finale

Für Mühlner Motorsport beginnt nun die entscheidende Phase der Saison.

Der Doubleheader hat den Kampf um die Porsche Endurance Trophy Nürburgring noch einmal zugespitzt. Nach Platz zwei bei NLS8 und Platz drei bei NLS9 ist die #904 weiterhin mitten im Titelrennen.

Für Nico Bastian geht es um die Meisterschaft – und mit Joshua Bednarski und Tim Scheerbarth stehen ihm zwei Fahrer zur Seite, die ihre eigenen Titelambitionen inzwischen vollständig dem gemeinsamen Ziel unterordnen.

Die Rechnung für das Finale ist deshalb einfach:

Alles geben. Jeden Punkt mitnehmen. Bis zur letzten Runde kämpfen.

Gleichzeitig wartet auf die Mannschaft viel Arbeit. Der beschädigte GT3 R #123 muss nach dem Unfall von NLS9 untersucht und wieder aufgebaut werden. Beim Cayman #999 gilt es, die Folgen des Reifenschadens zu überprüfen.

Sportlich aber hat der Doubleheader eines deutlich gemacht:

Die Mannschaft lässt sich auch von Rückschlägen nicht aus dem Konzept bringen.

Podium am Samstag. Podium am Sonntag. Wichtige Permit-Kilometer. Starke GT3-Pace. Und weiterhin alle Chancen im Meisterschaftskampf.

Nicht jedes Wochenende im Langstreckensport endet so, wie man es geplant hat.

Entscheidend ist, was man daraus macht – und Mühlner Motorsport kämpft weiter.


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